.... Fortsetzung ......
Simone <simone.witt@gmx.de>:
Simbas Geschichte
Kurz nach dem Tod von Mogli im November 2002 bekam Simba Durchfall. Der Tierarzt gab ihm Antibiotika - alle 3 Tage. Als der Durchfall nicht besser wurde bestand ich auf einer Kotprobe. Damals noch nicht wissend, dass zu einer guten Untersuchung ein Antibiogramm gehört. Der TA
untersuchte in seiner Praxis den Kot, sagte mir, es seien keine Parasiten vorhanden, wir könnten aber mal einen FIP-Schnell-Test machen und ein Blutbild (nicht im Labor, sondern in seiner Praxis).
Am nächsten Morgen sagte er mir, dass der ALT um das Vierfache erhöht sei und der Schnell-Test eine Färbung aufweisen würde. Das in Verbindung mit dem Durchfall würde aussagen, dass Simba FIP habe. Ausserdem hätte Simba mit 1,5 Jahren auch das Alter, in dem Katzen an FIP sterben. Die Färbung des Schnelltests wäre im mittleren Bereich, was einem Titer von mind. 1:800
gleich käme. Auf meine Frage was nun zu machen sei, wurde mir empfohlen, Simba einzuschläfern. Mit den Werten hätte er, selbst wenn es nicht FIP sei, vielleicht noch 6 Tage, vielleicht aber auch noch 6 Wochen, im allerbesten Fall jedoch höchstens noch 6 Monate zu leben. Danach würde
die Leber nicht mehr funktionieren können und er würde an Leberversagen sterben. Ich solle es mir überlegen. Das war samstags. Ich überlegte zwei Tage, wusste aber ja nun durch Mogli, dass die Diagnose FIP viel zu schnell gestellt wird.
Also rief ich in der Tierklinik an und fragte nach, was sie mir empfehlen würden, ob es Sinn macht noch einmal zu kommen und evtl. weitere Untersuchungen durchzuführen. Mir wurde gesagt, dass das nicht nötig sei, der Tierarzt würde wohl schon recht haben mit der Diagnose und um meiner anderen Katzen willen würde man empfehlen, Simba einzuschläfern.
Glücklicherweise kannte ich damals die Katzen-NG. Dort wurde mir erklärt, dass ein hoher ALT und Durchfall zwar nicht gerade schön sind, jedoch nicht auf FIP schliessen lassen. Weiter sagten sie mir, dass ich den FIP-Schnelltest getrost in die Tonne schmeissen kann und doch lieber noch einen dritten Arzt hören soll. Empfohlen wurde mir die Tierklinik in Hofheim. Also fuhr ich mit Simba dorthin. Und dort wurde mir dann auch geholfen: Es wurde Blut abgenommen und ein FIP-Screening ins Labor geschickt. 2 Tage später kam das Ergebnis: Simba hatte einen Titer von
1:400, ein paar Werte waren nicht o.k., der ALT allerdings "nur" noch um das 2-fache erhöht. Die Tierklinik sagte mir, Simba würde wohl weder jetzt noch in 6 Monaten sterben. Ich solle mir einen TA suchen, der den Durchfall angeht und behandelt und Simba könne mit dem Titer uralt
werden.![]()
Daraufhin suchte ich einen anderen Tierarzt und kam so zu meiner heutigen Tierärztin. Dort wurde der Durchfall nach eingehender Untersuchung und Antibiogramm behandelt. Auch der ALT fiel irgendwann wieder in den normalen Bereich.
Das ist nun im Dezember 2003 ein Jahr her. Vor einem Jahr hätte mein Simba sterben sollen. Ich bin froh, dass ich damals im Internet Hilfe bekam, sonst hätte ich wohl auf den Tierarzt gehört. Simba lebt nun also heute bereits 6 Monate länger als vorhergesagt und ich hoffe, er wird noch lange bei mir bleiben dürfen.
Birgit <stonepage@t-online.de>:
Olli
Wir fanden einen ausgesetzten Kater im Alter von 2 Wochen und päppelten ihn
auf. Leider hatte ich noch keinerlei Katzenerfahrung und impfte deshalb auch
nur die üblichen Sachen. Von Leukose hatte ich bis dahin noch nie etwas
gehört. Der TA hätte mich wenigstens fragen können, ob er dagegen impfen
soll, ich hätts sicher getan. Vorher hätte er ja sicher auch getestet, denn
Olli kam von draussen, dann hätte ich schon eine Diagnose gehabt und wäre
vorbereitet gewesen.![]()
Als es Olli ab seinem fünften Lebensmonat immer schlechter ging, bekam ich vom TA immer nur die gleiche Diagnose, ein Infekt mit geschwolllenen Lymphknoten. Jedesmal wurde Antibiotika gegeben.
Als ich dann bei dritten Mal da war, sagte er, dass Olli ja überhaupt keine Färbung mehr auf der Zunge, in den Ohren, an den Pfötchen hätte, also total anämisch sei. Blutabnahme war da schon nicht mehr möglich..... Habe noch alles probiert, Interferon etc. Leider war es für Olli schon zu spät, er musste sterben, sein Hämatokritwert lag bei 4....... Er war wie mein Kind...
Birgit <stonepage@t-online.de>:
Henry und Murphy
Da ich noch zwei andere kleine Katzen zu Hause hatte, ließ ich die natürlich sofort testen und evt. impfen. Darauf bin ich aber selbst gekommen, obwohl mein TA wusste, dass ich noch zwei andere Katzen hatte.
Henry war negativ, Murphy schwach positiv.
Heute weiß ich auch, dass "schwach positiv" totaler Blödsinn ist, positiv ist positiv.
Er meinte, dass Murphy in einiger Zeit auch negativ wäre, ich solle abwarten
Auch Henry jetzt zu impfen wäre Stress für den Kater, ich solls besser lassen.
Ich habe ihm vertraut......... Heute ist Murphy tot, Henry ist auch positiv.
Murphy war ja nun positiv, nomalerweise hätte er doch prophylaktisch behandelt werden müssen.
Ich hätte sicher alles getan, um sein Immunsystem zu stärken.
Der TA machte aber keinerlei Anstalten und gab mir keine Ratschläge, z. B. Baypamune zu spritzen oder ähnliches.
Auch wurde Murphy zwischenzeitlich kastriert, was ja normalerweise auch nicht so toll für sein Immunsystem war. Aber der TA meinte, das wäre nicht schlimm, das könnten wir machen.
Als er Murphy dann irgendwann mal nicht so gut ging, er nicht mehr so lebendig war und nicht mehr zu viel fraß, bin ich direkt zum TA. Normalerweise hätten bei ihm alle Alarmglocken klingeln müssen. Aber er gab nur Antibiotika und Baypamune.![]()
Auf die Idee, mal seinen Hämatokrit zu kontrollieren, kam er nicht.
Leider habe ich auch nicht drauf bestanden, ich habe ihm da immer noch vertraut, und ich wollte meinem ängstlichen Murphy nicht noch mehr Stress zumuten.
Noch zweimal ging ich hin, einmal bekam er wieder Antibiotika, beim zweiten Mal bestand ich dann auf einen Bluttest. Da sah man schon das total dünne und wässrige Blut von ihm..... Hämatokritwert lag bei 17.
Auf die anderen Ergebnisse wollte ich nicht mehr warten, bin dann zu einer kompetenten Tierklinik gefahren, wo Murphy dann auf Anraten des Arztes eingeschläfert wurde, da es keine Hoffung und Heilung mehr für ihn gab.
Wenn der erste TA, der ja nun seine Geschichte kannte, direkt reagiert hätte, dann könnte Murphy noch leben und Henry wäre negativ.