...... Fortsetzung ......


Birgit <stonepage@t-online.de>:

Gigolo

Ich hatte einen wunderschönen Kartäuser Kater, leider musste auch er im Alter von nur 5 Monaten eingeschläfert werden.
Er hatte ein dickes Bäuchlein, deshalb ging ich zum TA, um es mal kontrollieren zu lassen.
Die Diagnose war niederschmetternd, FIP.
Auf sein Anraten hin ließ ich ihn dann auch einschläfern.
In der Group 7KL fragte man mich dann, wie der TA das festgestellt hätte, ob ein Screening o.ä. gemacht worden sei. Das musste ich leider verneinen. Der TA in der Tierklinik hat das gleiche gefragt. Also, vielleicht habe ich meinem TA wieder nur blind vertraut und Gigolo zu früh einschläfern lassen?
Der Gedanke ist schrecklich!!!          

Ich verlasse mich nun nie blind auf die Diagnosen der Tierärzte, wobei ich denke, dass ich nun endlich einen kompeteten Arzt gefunden habe.



Simone <simone.witt@gmx.de>:

Hier die Geschichte von Mogli:
 
Mogli kam zu mir am 28.10.02, er hat nicht gegessen, nicht getrunken, war aber recht fit.
Die Nickhaut war zu sehen - ständig.
 
29.10.2002: der TA impft (ohne Test) gegen Leukose und entwurmt, gibt Frontline: Aussage: der wird schon essen
 
30.10.2002: abends um 21:00: Mogli hat 41 Grad Fieber, Anruf beim TA: Anrufbeantworter, Anruf in der vertretenden Tierklinik: keine Zeit, Anruf in der nächsten Tierklinik, hingefahren, Diagnose nach Abtasten: der Kater ist schwer krank, er wird es sicher nicht schaffen, wenn es nicht FIP ist dann was anderes Schlimmes, Gabe von Antibiotika
 
31.10.2002: Mogli hat 40 Grad Fieber, Anruf in der Tierklinik: die raten mir zu meinem TA zu gehen, der ist wieder mal nicht erreichbar, Anruf in der vertretenden Tierklinik: dieses Mal haben sie Zeit.
 
Aussagen dort: wir machen Punktat, Resultat: keine Flüssigkeit vorhanden. Sie sagen mir, ich hätte ja keine Zeit, meine anderen Katzen könnten sich ja "infizieren" (Mogli lebte bei mir noch im "Quarantäne-Zimmer") FIP wäre hochgradig ansteckend (sie haben unendlich Panik verbreitet bei mir, die niemals hätte sein müssen!!), für einen Bluttest sei keine Zeit, der würde 3 Tage dauern (ich fasse diese Aussage bis heute nicht). Sie schlagen vor, den Kater zu operieren (auch das fasse ich heute nicht, damals wusste ich es nicht besser). Ich stimme zu. Abends um 21:00: wir haben nichts gefunden, der Kater hat keine FIP, die Organe sind in Ordnung. Wir werden AB geben, sie können ihn morgen früh abholen. Am Morgen rufe ich an: Fieber ist nicht gesunken, Kater hat doch FIP - wir möchten ihn einschläfern.
 
Nach Rücksprache mit dem Tierheim sagen die: nein. Also Mogli abgeholt und zurück ins TH gebracht. Deren Arzt tut das erste Mal das Vernünftigste in dieser Situation und nimmt Blut ab. Warum allerdings das Ergebnis 1 Woche gedauert hat, ist mir bis heute schleierhaft!!!
Mogli verendet in meinen Augen qualvoll. Als ich ihn am 02.11.02 im Katzenhaus besuche, sieht er furchtbar aus. Aus der Nase und aus den Augen kommt Eiter. Er verliert flüssigen Kot. Er ist ein Schatten seiner selbst!
In der Nacht vom 08.11.02 auf den 09.11.02 stirbt Mogli im Alter von 6 Monaten im Katzenhaus inmitten aller Katzen.
Am 09.11.02 kommt das Ergebnis des Bluttests: es war FIV!              
 
Mit meinem heutigen Wissen hätte ich Mogli am 29.10.02 nicht impfen lassen, ich hätte am 29.10.2002 einen Schnelltest auf FeLV/FIV gemacht und Blutabnahme auf FIP. Ich hätte ihn niemals mit 40 Fieber "aufschneiden" und operieren lassen, niemals! Ich weiss dass auch FIV tödlich endet, aber vielleicht hätte ich was tun können, vielleicht
hätte ich seinen Leidensweg auch verschönern können. Niemals hätte ich ihn ins TH zurückgegeben. Er hätte, wenn er wirklich hätte gehen müssen, diese letzte Woche bei mir verbringen dürfen ....




Thea <willibald32420@yahoo.com>:

 Bauz

Bauzi war eine pechschwarze Schoenheit. Im Alter von ca. 1 Jahr hatte er was am Pfoetchen, an einer Zehe gingen die Haare aus. Der TA vermutete einen Tumor und wollte vorsichtshalber die Zehe abschneiden, es wuerde den Kater nicht weiter stoeren, man weiss ja nie, Tumore sind bei Katzen haeufig boesartig. Diese Diagnose hielten wir fuer etwas gewagt, Fakt ist, es war ein Pilz, der mit Salbe innerhalb weniger Tage verschwunden war, die Zehe blieb unversehrt an der Pfote.

Die Diagnose, die ihn das Leben kostete, kam 9 Jahre spaeter. Unter dem Bauch ging ihm etwas Fell aus, nicht besonders schlimm aber doch so, dass wir einen TA aufsuchten. Vielleicht ein Pilz? Zur Behandlung bekamen wir einen Sirup, den wir ihm einfloessen sollten, schmeckte nach Erdnuss und war was fuers  Fell. Als eine Woche spaeter der Fellausfall nicht besser war sind wir nochmals hin. Nach gruendlichem Abtasten stellte TA fest, dass die Leber etwas dick sei (aber auch erst nachdem wir darauf gedraengt hatten), "aber nichts schlimmes", alles noch ganz normal. Von solchen Sachen wie Blutbild o.aehnlichen hatte der Mann offensichtlich noch nie gehoert und ich hatte mich mit solchen Dingen noch nie auseinandergesetzt, es waren alle Katzen immer gesund gewesen, dafuer geht man ja schliesslich auch zum TA.              
 
3 Tage spaeter fand ich unseren Bauz voellig apathisch in der Scheune sitzend, er war wohl schon fast im Koma, es war Samstagnacht (morgens war ihm noch nichts anzumerken, zumindest haben wir nichts aussergewoehnliches festgestellt, wir waren ja auch gerade erst beim TA gewesen!!), wir brachten ihn sofort in die Tierklinik, wo er an einen Tropf kam.
Montagmorgen war er tot, die Leber hat voellig versagt.




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