Das kann bei Einsatz eines unflexiblen
Flohhalsbandes passieren
Am Abend des 16. September 1992 bin ich gebeten
worden, eine *wilde* Katze einzufangen, die sich in einem Busch versteckt
hatte. Nachdem mir das gelungen war und ich mit ihr im Auto saß,
fiel mir der eklige Verwesungsgeruch auf und ich bin sofort mit ihr zum
Tierarzt gefahren.
Schon nach wenigen Sekunden wurde uns klar, daß
das Tier schwer verletzt und überdies dehydriert und halb verhungert
war.
Der Tierarzt wollte sie sofort einschläfern,
wir einigten uns dann aber auf ein"Gottesurteil". Würde die Katze
die Narkose und die Wundversorgung überleben, okay, dann würden
wir versuchen, sie wieder auf die Beine zu bekommen.
(Die Bilder werden beim Anklicken vergrößert
dargestellt)

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Nachdem das Tier in Narkose lag, konnten
wir sie uns genau angucken.
Jemand hatte ihr ein festes Flohhalsband umgemacht,
ohne "Sollbruchstelle". Irgendwie ist sie mit dem linken Vorderbein durch
das Halsband hindurchgekommen und konnte nicht wieder zurück.
Die scharfkantige Schnalle des Halsbandes sägte
sich regelrecht in ihr Fleisch.
Der Tierarzt säuberte die Wunden und nähte
sie soweit als möglich zu.
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Ich nahm die Katze, die später "Harli"
genannt wurde, mit nach Hause und päppelte sie wieder auf.
Zuerst war sie so schwach, daß sie fast
im Trinknapf ertrunken wäre. Ich fütterte sie alle zwei Stunden
mit Babybrei, Aufbaunahrung, Nutrical und Wasser.
Außerdem wusch ich ihr vorsichtig das Fell
und kämmte sie.
Ganz, ganz langsam wurde sie wieder stärker.
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Nach etwa drei Wochen waren ihre Wunden
verheilt und es ging ihr, obwohl sie immer noch klapperdürr war, wieder
recht gut.
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Ich behielt sie noch ein Weilchen, um
sie noch ein bißchen im Auge behalten zu können. Ich hätte
ihr gerne bei mir ein dauerhaftes Zuhause gegeben, aber man merkte, daß
sie sich bei so vielen Tieren nicht wohl fühlte. Also setzte ich sie
ins Tierheim zurück, wo sie binnen weniger Tage von einem sehr netten
Ehepaar adoptiert wurde.
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Und das war Harli im Dezember desselben
Jahres bei ihrer Familie!
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